Solarenergie

Es gibt sie zum Beispiel auf Dächern, auf Feldern und in der Erdumlaufbahn. Die Rede ist von Solar Panels. Der Gedanke die Sonne als kostenlosen Energielieferanten zu nutzen, lässt nicht nur die Herzen der Umweltaktivisten höher schlagen.  Auch viele Smartphone-Besitzer die sich für diese Ladetechnik interessieren, sind im ersten Moment fasziniert. Schließlich tut man etwas für die Umwelt und cool ist es irgendwie auch. Was sich in der Theorie nach der perfekten Lösung für alle chronisch leeren Smartphone Akkus anhört, hat in der Praxis deutliche Nachteile.

Ohne Sonne keine effiziente Nutzung

Da die Sonne in Deutschland ein seltener Gast ist, lässt sich ein Solar Ladegerät bei uns auch nur selten effizient einsetzen. In Miami sieht die ganze Situation anders aus. Dort gibt es 360 Sonnentage pro Jahr. Auswandern wegen der Nutzung eines Solar Ladegerätes? Das wird wohl niemand machen.

Bei unserem Test des Aukey Solar Ladegerätes klären wir unter anderen folgende Fragen:

  • Muss die Sonne immer uneingeschränkt auf die Solar Panels scheinen?
  • Was passiert, wenn die Solar Panels im Schatten sind?
  • Funktioniert das Laden auch, wenn die Sonne von Wolken verhangen ist?

 

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Die drei Panels des Solar Ladegerätes von Aukey erreichen eine Gesamtleistung von bis zu 20 Watt. Die beiden USB-Ports liefern eine Stromstärke von bis zu 5 Volt / 2,4 Ampere. Unter optimalen Bedingungen ist somit das Laden aller erhältlichen Smartphone und Tablet Modelle möglich.

In der Verpackung befinden sich außerdem drei Karabinerhaken und eine Garantiekarte. Eine Anleitung liegt leider nicht bei. Mit Hilfe der beiliegenden Karabinerhaken, lässt sich das Solar Ladegerät beispielsweise an einem Rucksack befestigen.

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Die Solar Panels des Ladegerätes lassen sich durch einfaches öffnen der Tasche ausbreiten. Dies geht nicht nur schnell, sondern gewährleistet auch einen guten Schutz der Panels. Ein Klettverschluss sorgt für ein leichtes öffnen und schließen der Tasche.

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Geöffnet hat das Aukey Solar Ladegerät eine stolze Abmessung von 630×175 mm. Ist es geschlossen, dann sind es noch 310×175 mm bei einer Dicke von 34mm. Das Gewicht beträgt knapp 800 Gramm.
An der Rückseite sind zwei Füße angebracht, mit denen man das Ladegerät bei Bedarf aufstellen kann.

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Die beiden USB-Ports befinden sich in einer Innentasche, die mit einem Reisverschluss geöffnet wird. Diese Tasche dient auch zur Aufnahme von Smartphones, die mit Hilfe von Gummibändern arretiert werden können.

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Testreihe

Mein Test begann bei strahlend blauem Himmel. Die Panels des Ladegerätes lagen zwar in der Sonne, wurden aber nicht genau ausgerichtet. Im USB-Port Gehäuse signalisiert eine LED den Bereitschaftszustand. Wird diese grün, dann kann der Ladevorgang gestartet werden. Dies funktionierte bei meinem Samsung Galaxy Note 3 einwandfrei. Der Ladevorgang war bei diesen optimalen Verhältnissen nicht langsamer als bei einem herkömmlichen Ladegerät.

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Den zweiten Versuch startete ich im Schatten. Erstaunlicherweise wurde das Smartphone weiterhin geladen, auch wenn dies erheblich länger dauerte. Das gilt aber nur dann, wenn das Smartphone in der Zeit nicht verwendet wird. Bei Verwendung wird es weder geladen noch entladen.

Versuch Nummer drei wurde unter Stratocumulus-Wolken durchgeführt. Dies funktionierte besser als im Schatten, jedoch schlechter als bei direkter Sonneneinstrahlung. Diese Tatsache verwundert natürlich nicht. Das Smartphone wurde im diesem Szenario auch im Betrieb aufgeladen. Der Ladevorgang dauert dabei aber deutlich länger als bei direkter Sonneneinstahlung.

Interessant war mein vierter Versuch. Diesen habe ich in der Wohnung am Fenster durchgeführt. Eine direkte Sonneneinstrahlung gab es nicht, es war jedoch klar und hell. Der Versuch eine Apple Watch zu laden glückte. Natürlich gilt auch hier, dass man Geduld haben muss.

Verarbeitung

Die Tasche macht einen stabilen Eindruck und die Reißverschlüsse funktionieren einwandfrei. An der Innenseite musste ich leider an einer Stelle Reste von Klebstoff feststellen. Die Karabinerhaken wirken stabil, auch wenn sie durch das geringe Gewicht einen nicht ganz so hochwertigen Eindruck hinterlassen.

Fazit

Für einen Preis von knapp 55€ erhält man ein erstaunlich gut funktionierendes Solar Ladegerät, das auch in unseren Breiten durchaus seinen Zweck erfüllt. Ein Ersatz für eine Powerbank ist ein solches Ladegerät schon aufgrund der Größe nicht. Es ist jedoch eine tolle Ergänzung.

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Test: Aukey Solar Ladegerät
Funktion8.5
Verarbeitung7
Preis7
Was uns gefällt:
  • Gut durchdachte Funktionen
Was uns nicht gefällt:
  • Keine Beschreibung
  • Schwächen bei der Verarbeitung
7.5Gesamtwertung

Über den Autor

Frank

Firmeninhaber und bereits seit über drei Jahrzehnten leidenschaftlicher Technikfan.

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