„Thinking Big!“ – das dachte sich wahrscheinlich der Hersteller AUKEY, als er den von uns bereits im September getesteten kleinen Bruder (mit 5 Ladeports) entwickelte. Gleich 10 ladefähige Endgeräte, davon 2 mit Quick Charge 3.0 Unterstützung, können über diese Ladestation mit Energie versorgt werden. Ob viel auch viel hilft, erfahrt Ihr heute in unserem Praxistest.

 

Verpackungsinhalt

AUKEY_10-Port_Verpackungsinhalt

  • AUKEY 10-Port USB-Ladegerät (in schwarz oder weiß)
  • Netzkabel mit Klettband
  • AUKEY 1 Meter Micro USB-Schnelladekabel
  • Kabelbinder
  • Bedienungsanleitung (Englisch/Deutsch/Französisch/Spanisch/Italienisch)
  • Garantiekarte
  • USB-Silikonverschlüsse gegen Staub

 

Beschreibung

Das AUKEY 10-Port USB-Ladegerät kommt in einer ansprechenden, wertigen Verpackung daher. Nach dem Öffnen fällt uns gleich die Bedienungsanleitung ins Auge, die uns mit einer Größe von ungefähr DIN A7 (ca. ein Achtel DIN A4) und 8-Punkt Schriftgröße etwas zu klein geraten ist. Da man für die Bedienung des Gerätes nicht unbedingt einen Schulabschluss benötigt, kann man über diesen Umstand jedoch hinwegsehen.

Das Ladegerät macht insgesamt einen vertrauenswürdigen Gesamteindruck was Verarbeitung und Qualität angeht, auch wenn es unserer Meinung nach hätte etwas kleiner ausfallen können (L=167mm, B=80mm, H=27mm).

AUKEY_10-Port_Frontansicht

An der Oberseite befinden sich 8 (grüne) USB- AiPower- Schnittstellen und 2 (orange) „Quick Charge 3.0“ USB-Ladeschnittstellen. Bei näherem Hinsehen entdecken wir kleine Schönheitsfehler am Kunststoffgehäuse, die aber ansonsten die Funktion des AUKEY 10-Port USB-Ladegeräts nicht weiter beeinträchtigen. So erkennt man kleine Unebenheiten in 2 der 10 USB-Ladeports und ein unsauber eingestanzter Schlitz, um die grüne Power-LED sichtbar zu machen.

Durch sein Gewicht und an der Unterseite angebrachten 4 Gumminoppen hat das AUKEY 10-Port USB-Ladegerät einen festen Stand und macht den Eindruck, als könnte es ruhig öfter mal vom Tisch fallen ohne Schaden zu nehmen.

AUKEY_10-Port_Unterseite

Das Aufstecken des Netzkabels erfordert etwas Kraftaufwand, was sehr gut ist, da es schön stramm steckt und sich nicht so einfach von alleine löst. Der separate Ein-/Ausschalter macht das Trennen des AUKEY 10-Port USB-Ladegeräts vom Stromnetz überflüssig.

Mit Hilfe der mitgelieferten 10 USB-Silikonverschlüsse lassen sich die unbenutzten Ladeports sehr einfach vor Staub schützen.

 

Ladevorgang:

Die 8 AiPower USB-Ports sorgen dafür, dass die angeschlossenen Geräte immer mit dem optimalen Ladestrom versorgt werden. Dies konnte unser Praxistest tadellos unter Beweis stellen. Auch bei mehreren verbundenen Geräten wurde eine konstante Ladegeschwindigkeit erreicht. Die Wärmeentwicklung war dabei äußerst gering: das Gerät blieb auch nach einer Stunde Vollbetrieb allenfalls lauwarm.

Da wir Quick Charge 3.0. bereits im September bei seinem kleinen Bruder dem AUKEY 5-Port Ladegerät getestet haben, und das Ergebnis nur marginale Abweichungen zu den Herstellerangaben aufwies, haben wir die Abwärtskompatibilität unter die Lupe genommen.

Aktuell ist Quick Charge 3.0 am Markt verbreitet. Damit ladet ihr laut Qualcomm einen Akku in 35 Minuten von 0 auf 80 Prozent. Die Voraussetzung ist, dass diese Technik auch von dem jeweiligen Endgerät unterstützt wird. Quick Charge funktioniert in der Regel nur mit Qualcomm-Prozessoren, die u.a. in Geräten der Hersteller LG, HTC, Asus, BlackBerry, Motorola, verbaut sind. Ausnahme sind einige Samsung-Smartphones, deren Exynos-Prozessor kompatibel mit der Schnellladefunktion sein sollen. Nachrüsten könnt Ihr Quick Charge leider nicht. Auf Qualcomms Homepage findet Ihr eine herunterladbare Liste mit kompatiblen Smartphones, Tablets, und anderen Endgeräten.

Bei unserem Testgerät Samsung Galaxy S7 hat sich die Quick Charge 2.0. Abwärtskompatibilität leider nicht bestätigt. Trotz aktivierter Schnelladefunktion im Handy konnten wir keine signifikante Leistungssteigerung der Quick Charge 3.0 Ladeports gegenüber den 8 AiPower Ladeports erkennen.

 

Fazit:

Das AUKEY 10-Port USB-Ladegerät ist für Besitzer mehrerer Endgeräte, die Qualcomm´s Quick Charge 3.0 unterstützen, eine gute Lösung. So lässt sich das Gerät im Büro oder im eigenen Heim als zentrale Aufladestation einsetzen. Es tut, was es soll: Laden! Mehr macht es allerdings nicht. Eine HUB-Funktion, um Endgeräte miteinander zu verbinden, wäre angesichts der Größe des Ladegeräts wünschenswert gewesen. Wer damit leben kann, und nicht weiter die Schlacht um Ladesteckplätze schlagen will, für den ist dieses Produkt sicherlich eine gute Wahl!

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Test: AUKEY 10-Port USB-Ladegerät
Funktionalität5
Verarbeitung6
Preis6.5
Was uns gefällt
  • Quick Charge 3.0
5.8Gesamtwertung

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